Guerilla Music | Moby
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Moby

About This Project

Moby’s bis dato 11. Studio-Album beweist eine kompromisslose, vollständig verwirklichte Arbeit von einem der höchst ikonoklastischen, innovativen, individuellen Kräfte in der elektronischen Musik – oder populären Musik. Während Innocents sich als ein unverkennbares Stück Moby erweist, dient es gleichzeitig dem als Richard Melville Hall geborenen Künstler als Anstoß für neue Herausforderungen. “Vor etwa ein und ein halb Jahren beendete ich meine letzte Album-Tour [“Destroyed”, 2011], und begann ziemlich sofort mit der Arbeit an diesem Album,” erinnert sich Moby. “Ich hörte viel aus der Broken English-Ära/Marianne Faithfull und 80er Grace Jones und wollte unbedingt eine grungy, lo-fi, Elektro-Dance-Scheibe produzieren; stattdessen verwandelte es sich im Laufe der Zeit in eine lo-fi, eigenwillige, emotionale, melodische Platte.

 

Um einen perfekt unperfekten Zustand zu erreichen, entschied sich Moby zum ersten Mal in seiner Laufbahn, mit einem externen Produzenten zusammen zu arbeiten: Mark “Spike” Stent, dessen Grammy-übersätes Resümee von Superstar Pop (Madonna, Lady Gaga, Beyoncé) über Rock (U2, Bruce Springsteen, Muse, Yeah Yeah Yeahs) bis hin zur Avantgarde (Björk, Massive Attack, Goldfrapp, MIA) reicht. “Spike’s Rolle war unkonventionell – in allererster Linie war er ein Freund, aber gleichzeitig war er ein Berater, A & R, Mixer, und, ja, auch Produzent,” erklärt Moby.

 

Ein weiteres Novum bei Innocents war Moby’s unerwartete Wahl von Gastsängern/Gastsängerinnen. Das Arbeiten mit Gastsängern und -musikern ist kein Neuland für Moby : “South Side”, mit Vocals von Gwen Stefani, wurde nach Veröffentlichung im Jahr 2000 ein Top 20-Hit, und Künstler von Sinéad O’Connor bis hin zu Angie Stone erschienen ebenfalls in seinen Songs. Auf Innocents jedoch bieten die Gastsänger ein eindeutig inspirierendes Motiv. “Ich mag es, dass der Titel eine Gruppe von Menschen beschreibt, da dies meine kollaborativste Platte ist”, sagt Moby. “Und wenn man sich die unterschiedlichen zufälligen Haufen von Menschen anschaut, mit denen ich zusammengearbeitet habe, gehen die meisten nicht für Unschuldige (Innocents) durch.” Unter den gestandenen Stimmen ist erstmalig männlicher Gesang auf einem Moby-Album zu hören, abgesehen von ein paar früheren Kollaborationen mit Rappern und natürlich Moby’s eigener Stimme. “Ich habe größtenteils nur mit Sängerinnen gearbeitet”, sagt er. “Zumindest kann ich mich an keine Ausnahmen -außer Samples- erinnern. Bis zu dieser Platte, wenn es eine männliche Stimme gab, war ich es selber.” Innocents bricht diese Tradition mit einigen der markantesten männlichen Sängern in der Rockmusik. Auf der mitreissenden Single “The Perfect Life” singt Wayne Coyne von “The Flaming Lips” ein einprägsames Duett zusammen mit Moby; Alternative-Rock-Legende Mark Lanegan verleiht seine eindrucksvolle Tontiefe der Lynchian Elektro-Noir-Ballade “The Lonely Night”, und der schimmernde Song “Almost Home” beweist einmal mehr Großartigkeit, dank der himmlischen Töne der Indie-Folk-Eminenz Damien Jurado.

Die Gastsängerinnen auf Innocents erweisen sich als ebenso überraschend. In der unheimlichen apokalyptischen Ballade “The Last Day” findet sich der enigmatische Gesang und das scharfsinnige Songwriting von Skylar Grey, am besten bekannt für das Mitschreiben und -wirken auf Eminem’s und Rihanna’s “Love The Way You Lie”, laut Moby “passt jedoch der Track traditionell nicht in eine Pop/R & B-Schublade, außer dass er einfach schön ist. Stattdessen ist es ein seltsamer lo-fi Pop-Song ohne Bassline.” Anderenorts stellt die Seelenklage von “Don’t love me” die unvergessliche Soul-Röhre von Moby’s Toursängerin Inyang Bassey in ein üppiges, retro-futuristisches Ambiente. “Spike tat dies sehr ‘Smith and Mighty’-ähnlich, dub-inspirierter Mix, der an Bristol, UK, circa 1988 erinnert”, sagt Moby. Desweiteren wirkt die kanadische Singer-Songwriterin Cold Specks, deren Debüt-Album “I Predict a Graceful Explosion” sich als eines der evokativsten Debüts in 2012 erwies, in “A case for Shame” und “Tell Me” mit. “Ich war beim Mittagessen mit Daniel Miller [Mute Records-Gründer], und ich sagte: ‘Daniel, ich bin auf der Suche nach interessanten, schönen Vocals für meine Platte’ “, erklärt Moby. “Er antwortete: ‘Oh, wir haben gerade eine Frau namens Cold Specks unter Vertrag genommen.’ Als ich ihre Stimme zum ersten Mal hörte, war ich hin und weg von der anspruchsvollen, eigenwilligen Art und Weise, wie sie Harmonie, Melodie und Phrasierung angeht.

 

Das stimmungsvolle Ambiente der filmischen Instrumentals “Everything That Rises” und “Going Wrong” suggestiert Partituren für noch nicht existierende Filme – daran erinnernd, warum Moby nach wie vor eine verlässliche Quelle für Soundtracks ist (Moby’s Song “Extreme Ways” erscheint in den Credits jedes “Bourne Identity”-Films, sein Cover von Joy Division’s “New Dawn Fades” begleitet eine Schlüsselszene in Michael Mann’s ”Heat”, und er verlieh der legendären James Bond-Titelmusik für “Tomorrow Never Dies” eine Techno-Verjüngungskur – und das sind nur ein paar Beispiele).

 

Innocents sichert sich seine eigene einzigartige Nische in Moby’s Diskographie. Immerhin ist es das erste Album, das er seit seinem Umzug von New York nach Los Angeles kreiert hat. “Das Leben in LA hat sicherlich den Schaffensprozess dieser Platte und der Musik inspiriert “, sagt er. Trotz seiner Entstehung in LA beharrt Moby darauf, dass Innocents “nicht nach Sonne und Strand klingt – es ist auch nicht LA-typisch wie zum Beispiel eine CSNY- oder Eagles-Platte.”

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Artists