Guerilla Music | Yael Naim
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Yael Naim

About This Project

Woher rührt unsere Aufregung, wenn wir die ersten Töne eines neuen Chansons hören? Eine Vorahnung, die sich nicht in Worte fassen lässt, wie das zornige Aufbegehren dagegen, auf den Drei-Meter-Turm zu klettern. Aber wir haben nur ein Leben. Überwinden wir unsere Furcht, gehen wir unseren Gefühlen nach. Hören wir zu.

Am Anfang des neuen Albums von Yael Naim erklingt nur eine Stimme, ihre Stimme, unmittelbar und nackt, ohne musikalische Begleitung. Yaels Gesang ist frech und unverfroren – sie weiß, dass Kunst keine Manieren hat, dass weder Glück noch Trauer anklopfen, ehe sie hereinkommen. Older.

Elf Chansons später verlischt ein Harmonium, wie ein vorzeitiges Ende. Es erinnert uns daran, dass es Zeit ist, das Licht anzumachen und nachzusehen, wie das Wetter draußen ist. Fragen, die einen nicht loslassen, tauchen auf: Wann habe ich das letzte Mal so richtig für etwas gebrannt? Wann habe ich zuletzt das unbändige Verlangen verspürt, mit wirbelnden Armen mitzusingen, ohne den Blick des Sitznachbarn im Zug zu fürchten? Wann habe ich das letzte Mal jemandem einen Brief geschrieben?

Bisher hat Yael immer allein geschrieben und komponiert und sich dabei die kindliche Begeisterung bewahrt, mit der sie einst begann, sich der Musik zu widmen. Schon während der ersten Schuljahre lernte die in Frankreich geborene und in Tel Aviv aufgewachsene Tochter tunesisch-jüdischer Eltern das Klavierspielen. Mit 18 hing sie in den Jazz Clubs der Stadt rum und performte an der Seite von Musikern wie Wynton Marsalis. Nicht mal von ihrem zweijährigen Wehrdienst in der israelischen Armee ließ Yael ihre musikalische Entwicklung unterbrechen. Stattdessen verbrachte sie diese einschneidende Phase als Solistin im Orchester der Luftwaffe und ließ ihrem Dienst eine Tour durch ihre Wahlheimat Isreal mit der Band The Anti Collision folgen.

Es war im Jahr 2000, als Yael während eines Wohltätigkeitskonzerts in Paris von einem französischen Majorlabel entdeckt und direkt gesignt wurde. Das Debütalbum „In A Man’s Womb“ erschien ein Jahr später, doch standen dem großen Durchbruch ihre Musical- Engagements im Weg. Album Nummer zwei sollte es dann richten. Erschienen 2007 und gesungen in Hebräisch, Englisch und Französisch, konnte sie damit in Frankreich erste Achtungserfolge erzielen. Als dann Apple auf Yael aufmerksam wurde und ihren Song New Soul in seiner Werbung für das neue MacBook Air verwendete, steigerte das Yaels Bekanntheitsgrad auch außerhalb Frankreichs.

Inzwischen ist Yael Naim acht Jahre älter. Older. Gemeinsam mit dem französischen Multi- Instrumentalisten David Donatien komponiert und produziert Yael seit zehn Jahren eine Musik, die so alterslos wie unsere Träume ist. Seit New Soul haben die beiden einen festen Platz unter unseren Klassikern, doch die Chansons des neuen Albums werfen unser Zeitgefühl aus der Bahn. Plötzlich wieder Kind sein in einer Welt ohne Erwachsene. Keine Angst haben, sich der Musik hinzugeben. Lachen so überzeugt wie ein Kind. All dies in Musik verwandeln.

Auf Older war David Donatien an der Komposition von vier Chansons beteiligt und hat sich dabei genau vorgestellt, wie seine weitere Geschichte mit Yael klingen soll. Dieses Kapitel der Geschichte wurde mit einem ungewöhnlichen Orchester geschrieben: The 3some Sisters – drei Figuren aus einem Film von Russ Meyer, die Tim Burton angeheuert hat, um die Supremes zu singen; „Zigaboo“ Modeliste, Schlagzeuger und legendärer Mitbegründer der Funk-Band The Meters; Banjo und Gesang einer kreolischen Bluesdame namens Leyla McCalla; ein Kinderchor, zu dem sich ein Chor anonymer, online gecasteter Sänger gesellt; die heroischen Basslinien von Daniel Roméo und natürlich, was es sonst so an Blechbläsern und Streichern braucht, damit das Gesamtbild stimmt.

Michael H. Brauer verlieh den klanglichen Ambitionen die nötige Dimension. Man drückt „play“ und hört das erste von elf Stück auf dem neuen Album von Yael Naim.
Von der ersten Sekunde an gibt man sich unweigerlich ihrer charmanten Vielfalt hin und unternimmt eine spannende Reise in Yaels wunderbare Welt voller Emotionen und Lebensfreude. Fern ab jeder Banalität gelingt ihr der Spagat zwischen Originalität und Pop, eingebettet in tiefgründige Geschichten, zarte Tönen und subtile Rhythmen. Mal temporeich wie bei „Make A Child“ und „Walk Walk“, meist aber zurückgelehnt wie bei „Dream In My Head“ und „Trapped“.

Yael outet sich wiederholt als Quell der Kreativität, dem die Ideen nie auszugehen scheinen.

Dann, in dem Augenblick, da man ins Leben zurückkehrt, sagt man sich lächelnd, dass Yael und David sicher Morricone und Bush (Kate) gehört haben, dass sie wohl genau wie wir um Nina und Joni geweint haben und dass sie genauso gut auf Motown tanzen wie auf selbstgebastelte SoundCloud-Klänge. Und schließlich sagt man sich, dass sie ganz offensichtlich die Musik und ihre Zeit lieben. Und man hört ganz schnell auf zu vergleichen. Während man wieder auf den Sprungturm steigt, erblüht eine neue Vorahnung: Yael Naim hat sich fest in unserem Leben eingenistet und wir werden zusammen alt werden. Older.

yaelnaim.fr

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